Agenturnews: Vom Bült in die Welt – Synergien zwischen Künstler und Agenturgeschäftsführer

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Agentur News aus Münster:

Synergien zwischen Künstler und Agenturgeschäftsführer: Der Münsteraner Jörg Tacke arbeitet als Künstler für Top-Kunden wie den DFB oder die Traditionsvereine der Bundesliga und betreut als Agenturgeschäftsführer gleichermaßen lokale und regionale Unternehmen wie multinationale Unternehmen

In seiner westfälischen Heimat ist es wohl nur den allerwenigsten bekannt, dass Jörg Tacke im Bereich der so genannten "limitierten Art-Editionen" seiner Tätigkeit aus dem Münsteraner Bült-Haus nachgeht. Nachdem Jörg Tacke bereits vor vielen Jahren gefragt wurde, ob er sich vorstellen kann, für den BVB künstlerisch aktiv zu werden, entwickelte sich hieraus für den Designer und Künstler eine unglaubliche Nachfrage nach von ihm geschaffenen Motiven.

Doch der Reihe nach:
Nach dem Abitur ging es für Jörg Tacke aus dem niederrheinischen Rhede direkt nach Münster, wo er sich im Fachbereich Grafik-Design immatrikulierte. Bereits während des Studiums fiel seinen Professoren seine außergewöhnliche künstlerische und zeichnerische Begabung auf. Tacke erhielt diverse Stipendien, die ihm Zugang zu extremen Gegensätzen im Umgang mit Licht bescherten: "Vom ewigen Licht auf den norwegischen Lofoten, wo ich ein Stipendiat der erhielt, ging es bis ins ewige Dunkel!" So zeichnete Tacke im Rahmen eines Projektes bei Professor Escher fast 1.000 Meter unter Tage - artgerecht unter Verwendung des Werkstoffes "Kohle". Nach dem Diplom stellte sich aber die Frage, ob diese Tätigkeit und die mit ihr verbundenen Unsicherheiten für die Ewigkeit Bestand haben sollten.

Tacke ging in Münster zum Ordnungsamt und holte sich einen Gewerbeschein! Fortan war er nicht nur Künstler, sondern auch noch Unternehmer - so ist es bis heute geblieben. Als geschäftsführender Gesellschafter der Münsteraner Medien- und Werbeagentur PROJEKT 14 liefert Tacke gemeinsam mit seinem Partner Markus Günther Konzepte für internationale Konzerne und Institutionen, aber auch für kleinere lokale und regionale Unternehmen.

"Haben wir früher für wirklich viele Unternehmen in Münster und Umgebung insbesondere Webseiten erstellt, so reicht das heute längst nicht mehr aus, wenn man für Kunden außergewöhnliche und deshalb wahrgenommene werbliche Plattformen erzeugen möchte. Besonders hierbei bietet mir meine künstlerische Arbeit oftmals eine große Unterstützung", berichtet der Künstler von der Symbiose seiner Tätigkeitsfelder: Als Künstler bin ich bereit Konventionen aufzubrechen - das wird eigentlich auch von einer modernen Kommunikation im werblichen Umfeld erwartet, sofern ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit erzeugt werden soll. Unsere Welt ist so mit Reizen überflutet, dass wirklich nur noch das Besondere wahrgenommen wird", fasst Jörg Tacke seine Betrachtungsweise zu einer gleichermaßen nachhaltigen wie subtilen Kommunikation zusammen. "Unser Agentur-Motto lautet „Was ankommt, muss auch hängen bleiben“ - dieses Motto kann sich sowohl auf die vom Künstler erstellten Bilder als auch auf die erbrachte Dienstleistung der Agentur beziehen.“

Überhaupt ergäben sich laut Tacke Synergien aus seiner Arbeit als Werber und als Künstler: „Als Künstler stelle ich Fragen - als Künstler hinterfragt man grundsätzlich Sachverhalte kritisch und setzt sie in einen -wie auch immer gearteten- Kontext“, sinniert Jörg Tacke über sein kreatives Schaffen. „Demgegenüber versucht man als Werber Antworten zu geben, Lösungen aufzuzeigen! Das ist natürlich essentieller, wenn man sich zuvor selbst eindringlich Fragen gestellt hat...“ Mit der Agentur PROJEKT14 werden so laut Tacke beispielsweise für kleinere und mittlere Unternehmen „one-in-all“-Werbeinstrumente geschaffen. Dazu gehören klassische Websites oder Online-Shops oder für Kunden individuell programmierte Apps. Diese Lösungen profitieren im Falle von PROJEKT14 aus 20 Jahre Agentur-Erfahrungen, in denen für internationale Marken wie auch für kleine mittelständische Unternehmen gearbeitet wurde. „Trotz überschaubarer Unternehmensgröße sind wir in der Lage sehr umfangreiche digitale Lösungen zu bieten, die einen interaktiven Mehrwert schaffen." So werden User (Anwender) im Sinne des Auftraggebers zu Kunden. „Dabei wird der Fokus immer auf die Marke und die Kreativität gelegt: Letztere ist absolut typisch für einen quer denkenden Künstler. Dieser Argumentation folgend, konnten beispielsweise Konzernkunden gewonnen werden - weniger kann eben auch mehr sein….“, erklärt Tacke die Verquickung zwischen Art (Kunst) und Advertising, weshalb er vor kurzem in einem Interview in Rahmen einer Signierstunde auch von seiner Betrachtung als „Art-Vertiser“ sprach.



Dass Tacke scheinbar in der Lage ist, auch künstlerisch besonders anspruchsvollen Kunden gerecht zu werden, zeigt die Liste seiner aktuellen Projekte: "Für den BVB habe ich vor vielen Jahren erste Bildmotive erstellt. Hierbei ging es darum, das Produkt "Fussball" bildlich einmal in einen anderen Kontext zu bringen als die Darstellung über das typische Mannschaftsposter. Ich habe mich gefragt, ob ich mir als Sympathisant oder Fan (m)eines Vereins ein solches Mannschaftsposter aufhängen würde und dabei festgestellt, dass ich vom Alter und Anspruch wohl herausgewachsen war," stellt Tacke einen Teilaspekt seiner Betrachtung dar. So entstand die Idee, den Fussball in einen anderen Kontext zu bringen, ohne dass die Leidenschaft, die regionalen Züge oder die Historie eines Vereins vernachlässigt werden.

Um es abzukürzen: Die BVB-Art-Edition wurde ein großer Erfolg und die Motive zieren heute nicht nur die (VIP-)Logen des Dortmunder Stadions sondern auch viele Büros und Wohnzimmer der Fans. Neben den Bildern entstand eine Männerfreundschaft, die Jörg Tacke seit Jahren mit dem Dortmunder Spieler-Urgestein und heutigem Stadionsprecher Nobby Dickel verbindet. Durch die Dortmunder Erfolge aufmerksam geworden, traten auch andere Ligavereine an den Münsteraner Künstler mit der Bitte heran, ähnliche Editionen für sie zu entwickeln. "Für fast alle Traditionsvereine habe ich schon arbeiten dürfen", fasst Tacke seine Tätigkeiten für Vereine wie HSV, Werder Bremen, FC Köln, Fortuna Düsseldorf, VfB Stuttgart oder den FC Bayern zusammen.

Als aktuelles Highlight dürfte aber die erste limitierte DFB-Art-Edition gelten, die im Rahmen der vorbereitenden Aktivitäten zur WM 2014 seitens des Deutschen Fussballbundes DFB exklusiv beim Münsteraner in Auftrag gegeben wurde. "Diese ist über den offiziellen Fanshop des DFB von jedermann / -frau erhältlich. Wenn ich dann vom DFB erfahre, dass allen Nationalspielern anlässlich des Länderspiels eine solche aus drei Motiven bestehende Edition überreicht wurde, dann freue ich mich schon, dass es die Motive vom Bült hinaus in die Welt geschafft haben. Noch mehr gefreut habe ich mich allerdings, als ich gehört habe, dass die Bilder auch hier so gut ankamen. Wir haben in diesem Zusammenhang erstmalig Drucktechniken eingesetzt, die mit wirklich ganz besonderen Effekten arbeiten, die wir sonst nur sehr vereinzelt in der von uns kreierten Werbung einsetzen: Was viele ja gar nicht wissen Andy (gemeint ist der amerikanische Pop-Art-Künstler Andy Warhol) hat sich bei seiner Kunst als einer der ersten Techniken aus der Werbung zu Nutze gemacht..."

Man spürt, dass Jörg Tacke seinen Weg gefunden hat, der seine Erfolge in Werbung wie Kunst begründen. Auf die Frage, ob er nicht auch in Münster aktiv(-er) werden wolle, berichtet er abschliessend von seinen aktuellen Stadtplakaten, die er beispielsweise bereits in Hamburg oder Köln umgesetzt hat: Unter Verwendung der Überschriften im Stil von "The New Yorker", habe er u.a. "The Hamburger" gezeichnet, der im Weihnachtsgeschäft innerhalb kurzer Zeit ausverkauft war. "The Münsteraner - hört sich das an?" "Abzubilden gäbe es eine Menge und das reizt mich schon",  sagt Tacke. Und: "In allen Motiven gibt es auch immer etwas für Insider zu entdecken - in Münster hätte ich da die eine oder andere Idee. Sicherlich würden mich dabei dann auch noch meine Frau und meine Tochter Luisa inspirierend unterstützen..."

Vielleicht finden ja so demnächst auch mal einige seiner Bilder in Münster den Weg auf die Wand - getreu dem (Agentur-)Motto „Was ankommt, muss auch hängen bleiben…"




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